Berliner Blick



Homöopathie – Von Mythen und Fakten

©(istockphoto/PhytoDoc)

Perfekte Medizin oder reiner Humbug?

Was verbirgt sich alles hinter der homöopathischen Behandlung, warum gibt es so viele Pro und Contra Stimmen? PhytoDoc, das Portal für Gesundheit, Naturheilkunde und Heilpflanzen, durchleuchtet Mythen und Fakten zur Homöopathie.


Begriffserklärung

Die Homöopathie ist ein Therapieverfahren, bei dem durch Verabreichung potenzierter pflanzlicher, tierischer oder mineralischer Wirkstoffe Heilung erzielt werden soll. Die landläufige Annahme, dass die Homöopathie nur mit pflanzlichen Wirkstoffen arbeite, ist also falsch.

Ein weiterer Irrtum ist, dass die bekannteste homöopathische Darreichungsform – Globuli – auf Milchzucker (Laktose) basiert. Heutzutage dient im Allgemeinen der gewöhnliche Haushaltszucker (Saccharose) als Trägerstoff, der auch bei Laktose-Unverträglichkeit gut bekömmlich ist.

Kritik und Fürsprecher

Kritiker der Homöopathie führen als Argument an, dass die Heilungserfolge grundsätzlich nur auf den Placebo-Effekt zurückzuführen seien. Dem entgegnen erfahrene Homöopathen, dass die Homöopathie vor allem bei der Behandlung von Babys und Kleinkindern hilft, die naturgemäß keinen Placebo-Effekt kennen. Im Zweifel entscheidet der Versicherte, denn die Vorreiter unter den Krankenkassen übernehmen nun die Kosten für verschreibungsfreie homöopathische Arzneimittel sowie für weitere Maßnahmen der Naturheilkunde.

Eine Besonderheit bei der homöopathischen Behandlung ist der Ähnlichkeitsansatz: Ähnliches heilt Ähnliches. Im Gegensatz zu diesem Ähnlichkeitsprinzip werden in der Schulmedizin Arzneimittel eingesetzt, die der Krankheit entgegengesetzt wirken. Homöopathie ist also als stark empirisch geprägte Reiz- und Regulationstherapie zu verstehen. Der Kranke erhält in verdünnter und aufbereiteter Form eine Arznei, die bei hochdosierter und längerer Einnahme durch Gesunde bei diesen Symptome hervorrufen würde, die seinem Krankheitsbild ähnlich sind.



Herstellung und Potenzen – ein Überblick

Der Herstellungsvorgang ist bei der Homöopathie genauso wichtig wie der Inhaltsstoff. Ein Beispiel: „Arnica D6“ (wird bei Stürzen und Prellungen häufig verwendet) . Der erste Teil der Arzneimittelbezeichnung ist immer der lateinische Name des verwendeten Wirkstoffs, in diesem Beispiel „Arnica“ für Echte Arnika, auch Bergwohlverleih genannt. Der Großbuchstabe dahinter zeigt den Grad der Potenzierung an. Potenzierung bedeutet die stufenweise Verdünnung der Urtinktur. Hier stehen „D“ (für Dezimal, 10) , das bedeutet im Verhältnis 1 zu 10 verdünnt. Die auf die Buchstaben folgende Zahl kennzeichnet die Anzahl der Verdünnungsschritte. Im Fall von Arnica D6 heißt das, dass der Wirkstoff sechsmal im Verhältnis 1 zu 10 verdünnt, genauer „potenziert“ wurde. Der Schritt des Potenzierens erfolgt dabei nach einem ganz bestimmten Schema, wonach für jeden Verdünnungsschritt ein neues Gefäß („Mehrglasmethode“) verwendet werden muss. In diesem werden die Flüssigkeiten pro Verdünnungsschritt mindestens zehnmal geschüttelt. Neben den D- und C-Potenzen gibt es außerdem noch die LM- oder Q-Potenzen.


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Ein Beitrag von: www.humannews.de

aktualisiert am 03. 11. 2012