Berliner Blick




Zucker aktiviert Selbstbeherrschung

©(pixelio.de, W.R. Wagner)

Mundspülung mit Zuckerwasser belebt Motivation

Das Gurgeln mit Zuckerwasser hilft, die Selbstbeherrschung anzukurbeln. Zu diesem Ergebnis ist die University of Georgia http://uga.edu gekommen, wobei 51 Studenten auf ihre Selbstkontrolle mithilfe von zwei Aufgaben untersucht wurden. Um diese zu verringern, hatten sie die akribische Arbeit, Negativbeurteilungen in einem Statistik-Buch durchzustreichen. Im weiteren Verlauf mussten sie verschiedene Farben von Wörtern auf einem Bildschirm erkennen, die aus dem Namen der Farben bestanden. Das Ziel dabei ist, die Farbe nicht zu lesen, sondern zu identifizieren.

Konzentration angekurbelt

Die Hälfte der Probanden spülte vor den Tests den Mund mit zuckerhaltiger Limonade, die anderen mit einem süßstoffhaltigen Getränk. Diejenigen, die den echten Zucker verwendeten, verrichteten ihre Aufgaben deutlich schneller als die anderen. Die zuckerhaltigen Getränke müssen demnach nicht in den Körper gelangen. Alleine das Stimulieren der Sensoren auf der Zunge reicht aus. Dadurch werden Signale an die Motivationsregionen im Gehirn gesendet, wo sich das Zentrum für individuell gesetzte Ziele befinden.

"Ich kann mir gut vorstellen, dass durch das Spülen mit Zuckerwasser eine Befriedigung über die Rezeptoren erreicht wird", erklärt der Klinische Psychologe Klaus Pötzlberger http://www.klaus-poetzlberger.com im Interview mit pressetext. Dies würde dazu führen, dass der Mensch im Moment fit für Konzentration und Leistung ist. Ähnlich funktioniert laut dem Experten auch das Drücken eines faustgroßen Balls mit Profil bei Personen mit unterschiedlichen Angstzuständen, wobei ein Reiz auf der taktilen Ebene zu einer Ablenkung für kurze Zeit führt.

Yoga und Meditation langfristig besser

"Skills-Trainings und Zuckerspülungen sind auf langfristiger Sicht jedoch zu wenig für Selbstkontrolle", so Pötzlberger. Um einen dauerhaften positiven Effekt in Bezug auf Disziplin zu erzielen, empfiehlt der Experte das Meditieren oder Yoga. Dadurch würde auch die Selbstakzeptanz gefördert werden.

Zucker weist zudem nicht nur Benefits in Bezug auf Selbstkontrolle auf, sondern führt laut dem Psychologen auch andere Effekte mit sich. "Durch den Zucker wird auch eine Ersatzbefriedigung der Bedürfnisse wie zum Beispiel Nähe oder Zuneigung, erlangt", sagt Pötzlberger. Dadurch würde Geborgenheit gefunden.


Ein Beitrag von: www.pressetext.com

aktualisiert am 11. 11. 2012